Interessengemeinschaft Naturschutz Rödder

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Deponiegegner sind in Alarmstimmung

Kategorie: Aktuelles | erstellt am: Samstag 16 Apr. 2011

Landrat Konrad Püning (3.v.r.) und Fachbereichsleiter Dr. Ansgar Scheipers (l.) erhielten von den Deponiegegnern der Interessengemeinschaft Naturschutz Rödder um den Vorsitzenden Rainer Leiermann (r.) 15.678 Unterschriften und eine 50-seitige Stellungnahme überreicht. (Jürgen Primus)

Dülmen. Der Kreis Coesfeld hat ein Gutachten erstellen lassen, das die landschaftsästhetischen Auswirkungen durch die geplante Deponie in Dülmen-Rödder beurteilen soll.

In einer Pressemitteilung schreibt dazu Rainer Leiermann, Vorsitzender der IG Naturschutz Rödder: „Nachdem wir unsere Stellungnahme am 17. März dem Landrat und Dr. Ansgar Scheipers überreicht hatten, lebten wir im Glauben, mal durchatmen zu können und wollten der Dinge abwarten. Dieses Gutachten wirft doch alle Motoren wieder an und treibt sie auf Hochtouren.

Es soll hier und jetzt nicht der Inhalt des Gutachtens, der uns allerdings extrem irritiert, Thema sei. Zum Inhalt nur soviel, dass wir es nicht hinnehmen, dass jetzt angrenzende Funkmasthöhen und die höchsten Bäume im Romberg-/Schlosspark jetzt die Deponiehöhe mitbestimmen, das die Ziegelei, die zeitlich endlich ist, den zeitlich unendlichen Deponiekörper mitbestimmt, das die Deponieoberfläche stark bepflanzt werden soll, obwohl bekannt ist, dass stark wurzelnde Gehölze alle zwei Jahre, wer auch immer das dann bezahlt, entfernt werden müssen, damit die Abdichtungsfolie nicht beschädigt wird. Zur Erinnerung, es geht um eine geplante 25 Meter hohe Deponie, auf 80.000 Quadratmeter, bestückt mit über 200 verschiedenen Abfallarten von denen 27 als sehr gefährlich gelten. Es stellen sich Fragen über Fragen.

Wir sind doch sehr irritiert, das der Kreis in seinem Anschreiben zum Versand des Gutachtens von einem unabhängigen Gutachter schreibt, obwohl wir wissen, dass der Antragsteller, die Firma Remex, Kunde bei diesem Gutachter ist und zudem noch dieser Gutachter für Remex im Jahre 2002 sogar hier in Rödder tätig war. In unserer zweiten Stellungnahme, ist das Thema Vertrauen von uns zentral angesprochen worden. Es tut mir leid, die Unabhängigkeit des Gutachters kann ich nicht erkennen, im Gegenteil, ich frage mich warum ein Gutachter gewählt wurde, der auch Verbindungen zum Antragsteller hat.“

Quelle: dzonline vom 15.04.11