Interessengemeinschaft Naturschutz Rödder

  • Home
  • Der Verein
  • Aktuelles
  • Geschichte
  • Downloads
  • Unterschriftenaktion
  • Flyer-Kurzinfo
  • Kontakt
  • Demo
  • Fotoalben
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Archive
  • 2023
  • 2022
  • 2021
  • 2020
  • 2019
  • 2018
  • 2017
  • 2016
  • 2015
  • 2014
  • 2013
  • 2012
  • 2011
  • 2010

  • letzte Artikel
Einladung zur JHV am 21.112023 | DZ Berichte vom 28.02.2023 | Dz Bericht vom 16.02.2023 | Einladung zur JHV am 29.11.2022 | DZ bericht vom 03 + 04.03.2022 |

Dülmens Bürgermeisterin Lisa Stremlau im Interview

Kategorie: Aktuelles | erstellt am: Sonntag 20 Feb. 2011

Dülmen. 2011 wird für Dülmen ein spannendes Jahr. Nicht nur das 700-jährige Stadtjubiläum steht an, sondern auch Entscheidungen zur geplanten Deponie in Rödder und dem Einkaufszentrum. Außerdem steckt die Stadt in der Haushaltssicherung. Auch ein spannendes Jahr für Bürgermeisterin Lisa Stremlau.
Unser Mitarbeiter Sascha Kappel hat sich mit ihr unterhalten.

Sie sind studierte Lehrerin. Wer ist schwerer im Griff zu halten, Rat oder Schüler?
Stremlau: (lacht) Das kann man nicht vergleichen, weil es unterschiedliche Aufgaben sind. Aber auf beiden Seiten braucht man Akzeptanz und einen gewissen Stand, damit man respektiert wird.

Sie sind von der SPD, die nur die zweitstärkste Kraft im Rat ist. Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der CDU als stärkste Kraft im Rat?
Stremlau: Das ist alles eine Sache der Absprache und des Wollens. Die Zusammenarbeit funktioniert gut. Der CDU-Fraktionsvorsitzende hatte mir von Anfang an die Zusammenarbeit zugesagt. Bei großen Themen ist man sich im Rat oft einig, so zum Beispiel bei der Innenstadtentwicklung.

Die Entscheidungen zur Deponie sollen im März fallen. Gibt es schon Tendenzen vom Kreis Coesfeld?
Stremlau: Bisher gab es keine Signale von Seiten des Kreises. Aber die Interessengemeinschaft Naturschutz Rödder hatte mich gebeten sie zur Abgabe ihrer Stellungnahme und den gesammelten Unterschriften zu begleiten. Das mache ich sehr gerne. Ich denke aber auch, dass der Landrat zu der Thematik noch was sagen wird. Von Seiten der Politik sowie der Bürger erfährt die Interessengemeinschaft große Unterstützung.

Wenn die Deponie vom Kreis genehmigt würde, wie würde die Stadt Dülmen darauf reagieren?
Stremlau: Wir haben unsere Einwände beim Kreis dargelegt. Sollte der sich darüber hinwegsetzen, hätte die Initiative die Möglichkeit zu klagen. Wir als Stadt konnten nur zu baulichen Angelegenheiten, wie etwa der Höhe der Deponie Stellung nehmen.

Auch das Einkaufszentrum ist ein wichtiges Thema für 2011. Der Standort mit Münsterstraße und Rathaus ist ja nun klar. Hat die Stadt sich auf einen Investor festgelegt?
Stremlau: Der Rat hat sich einstimmig für die Concepta aus Düsseldorf entschieden.

Ist die ITG damit aus dem Rennen?
Stremlau: Ja, ist sie. Die Entscheidung findet auch Akzeptanz bei der Viktor GmbH. In dem Werkstattverfahren ging es nur um den Standort des Einkaufszentrums. Im Moment ist die Concepta in Gesprächen mit der Pfarrgemeinde St. Viktor, der Herzog von Croy´schen Verwaltung sowie den Immobilienbesitzern.

Dülmen ist in der Haushaltssicherung. Stehen in nächster Zeit Steuererhöhungen an?
Stremlau: Wir hatten Donnerstagabend eine Sondersitzung des Rates. In der wurde von den Fraktionen beschlossen, weitere Gespräche zu führen, um zu prüfen, wo weitere Einsparungen möglich sind. Der Kämmerer und ich sind für Steuererhöhungen, um bestehende Strukturen nicht zu zerschlagen. Wir müssen es schaffen, den Haushalt bis 2015 zu sanieren.

Nervt es nicht, kaum Gewalt über die Finanzlage zu haben?
Stremlau: Ja klar, das ist ja genauso, als wenn man privat kein Geld hat. Dülmen feiert in diesem Jahr 700-jähriges Stadtjubiläum.

Freut es sie, das als erste Bürgerin Dülmens feiern zu können?
Stremlau: Das erfüllt mich mit großer Freude und Stolz, genauso wie das Jubiläum mitgestalten zu können. Schon bei der Aktion mit der menschlichen 700 hatte ich das Gefühl, dass die Stimmung gut ist. Wir sind Dülmen und das zeigt Dülmen mit allen Facetten.

Ihre erste Amtszeit ist noch lange nicht zu Ende. Was wollen sie in der Zeit erreichen?
Stremlau: Es wäre toll wenn es mir gelingen würde, das Einkaufszentrum bis 2015 zu etablieren und die Entwicklung des Kasernengeländes sowie des Gewerbegebietes A 43 voranzubringen. Zusätzlich liegen mir neben dem Klimaschutzkonzept der Ausbau der U-3 Betreuung und die Optimierung des offenen Ganztags am Herzen.
Quelle: Stadtanzeiger 16.02.11