
{"id":453,"date":"2010-11-11T16:26:53","date_gmt":"2010-11-11T15:26:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.naturschutz-statt-deponie-roedder.de\/?p=453"},"modified":"2010-11-11T16:26:53","modified_gmt":"2010-11-11T15:26:53","slug":"rodder-wird-ein-fall-fur-die-justiz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.naturschutz-statt-deponie-roedder.de\/index.php\/rodder-wird-ein-fall-fur-die-justiz\/","title":{"rendered":"R\u00f6dder wird ein Fall f\u00fcr die Justiz"},"content":{"rendered":"<h2>Der BUND-Landesverband beklagt \u00c4nderungsgenehmigung zur Vorbereitung des Deponiebaus. Demonstration<\/h2>\n<div id=\"attachment_372\" style=\"width: 204px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.naturschutz-statt-deponie-roedder.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/stadtanzbild.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-372\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-372\" title=\"stadtanzbild\" src=\"http:\/\/www.naturschutz-statt-deponie-roedder.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/stadtanzbild-194x300.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.naturschutz-statt-deponie-roedder.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/stadtanzbild-194x300.jpg 194w, http:\/\/www.naturschutz-statt-deponie-roedder.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/stadtanzbild.jpg 257w\" sizes=\"(max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-372\" class=\"wp-caption-text\">Dieser 25 Meter hohe Kran vor dem Hotel van Lendt sollte verdeutlichen, wie hoch die Deponie tats\u00e4chlich w\u00fcrde.    Foto: kap<\/p><\/div>\n<p>Kreis Coesfeld. Der Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband NRW, hat Klage eingereicht gegen die \u00c4nderungsgenehmigung bez\u00fcglich der Deponie-Anlage in D\u00fclmen-R\u00f6dder. Dazu schreiben Claudia Baitinger vom BUND gemeinsam mit Dr. J\u00fcrgen Baumanns vom NABU in D\u00fclmen Folgendes in einer Presseerkl\u00e4rung: \u201eH\u00e4tte der Kreis Coesfeld im letzten Fr\u00fchjahr seine \u00c4nderungsgenehmigung, mit der ein planfestgestelltes Feuchtbiotop und eine gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsma\u00dfnahme f\u00fcr das Abgraben von Ton zuk\u00fcnftig als Deponieuntergrund dienen soll, \u00f6ffentlich gemacht, h\u00e4tte er wohl mit dem geharnischten Widerstand der Naturschutzverb\u00e4nde rechnen m\u00fcssen, die sich ob seiner langj\u00e4hrigen Zusagen und Versprechungen und der rechtskr\u00e4ftigen Genehmigung von 1996 zu recht \u00fcber den Tisch gezogen gef\u00fchlt h\u00e4tten. Nunmehr wird dieser Widerstand in Form einer Klage vor dem Verwaltungsgericht M\u00fcnster aktenkundig: Am Freitag hat der federf\u00fchrende BUND Landesverband NRW Klage gegen den Kreis Coesfeld eingereicht letztlich mit dem Ziel, die planfestgestellte T\u00fcmpellandschaft f\u00fcr gesch\u00fctzte Tiere und Pflanzen zu verwirklichen und sie nicht unter einem 30 Meter hohen und 8 Hektar gro\u00dfen Abfallberg begraben zu lassen.<\/p>\n<p>Als 1994 das Verf\u00fcllen der Tongrube I mit Boden- und Bauschutt auf Antrag der Firma REMEX erfolgen sollte, wurde ein nicht\u00f6ffentliches wasserrechtliches (!) Verfahren lediglich zur \u201eSohleanhebung&#8220; nur dadurch rechtlich abgesichert, dass den Naturschutzverb\u00e4nden ihre Zustimmung abgerungen wurde mit dem Versprechen, aufw\u00e4ndige Ausgleichs- und Ersatzma\u00dfnahmen in dem Genehmigungsbescheid von 1996 zu verankern. Keiner hat je damit gerechnet, dass diese Ma\u00dfnahmen 15 Jahre danach der Errichtung eines Deponieuntergrundes weichen sollen und die gesetzlich vorgeschriebenen Naturschutzma\u00dfnahmen in Form von Ersatzgeld abgegolten werden sollen. \u201eEs ist f\u00fcr uns unbegreiflich, wie eine solche gravierende \u00c4nderungsgenehmigung ohne Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung und \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung quasi als Nacht- und Nebelaktion vom Kreis erteilt wurde&#8220;, so die Vertreter-Innen von NABU und BUND, Dr. J\u00fcrgen Baumanns und Claudia Baitinger. \u201eWir halten es rechtlich f\u00fcr h\u00f6chst fragw\u00fcrdig, diese beiden gesetzlichen Vorgaben ins nachgeschaltete Planfeststellungsverfahren zur Errichtung der Deponie zu verlagern, wir wollen unsere Beteiligungsrechte und damit unsere m\u00f6gliche Verfahrensbeteiligung im letztj\u00e4hrigen wasserrechtlichen, Genehmigungsverfahren gerichtlich gekl\u00e4rt wissen.&#8220; Immerhin ist diese \u00c4nderungs-Genehmigung durch die jetzt eingereichte Klage nicht rechtskr\u00e4ftig geworden, sie kann deshalb nicht den Deponiebau erm\u00f6glichen. Dadurch, dass die letztj\u00e4hrige Genehmigung vom Kreis nicht ver\u00f6ffentlicht wurde, bietet das Gesetz die M\u00f6glichkeit einer Klage binnen einer Jahresfrist anstelle einer Monatsfrist, so dass sie jetzt punktgenau mit dem Genehmigungsverfahren zum Deponiebau zusammenf\u00e4llt, was den Naturschutzverb\u00e4nden nicht ganz ungelegen kommt, da sie die Vorg\u00e4nge als Teil eines lang vorbereiteten Planes zu Errichtung der Mega-Deponie ansehen und bef\u00fcrchten, dass solcher Art Salamitaktik auch bei weiteren Tongruben angewandt wird&#8220;, so die Pressemitteilung \u2013SL-<\/p>\n<p>Quelle: Streiflichtervom 10.11.10<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der BUND-Landesverband beklagt \u00c4nderungsgenehmigung zur Vorbereitung des Deponiebaus. Demonstration Kreis Coesfeld. Der Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband NRW, hat Klage eingereicht gegen die \u00c4nderungsgenehmigung bez\u00fcglich der Deponie-Anlage in D\u00fclmen-R\u00f6dder. 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